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Mit den Nestor Baufinanzprofis liegen Sie voll im Trend


Das Baukindergeld ist ab sofort & rückwirkend über die KfW Bank verfügbar

Baukindergeld in der Baufinanzierung einsetzen und nutzen. Nestor GmbH Immobilienfinanzierungen Bad Dürrenberg für Sachsen Anhalt

Seit dem 18. September 2018 können Sie das neue Baukindergeld über die KfW Förderbank beantragen. Für viele Familien kann sich nun auch der Traum der eigenen vier Wände erfüllen. 

 

Förderberechtige Familien können 1.200 EUR jährlich pro Kind online über das KfW-Zuschussportal beantragen. Was müssen Sie dabei beachten? Wie können Sie diese Förderung in die Baufinanzierung einbinden?

 

Baukindergeld bei der KfW beantragen

Der Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach Einzug in das selbst genutzte Wohneigentum gestellt werden. Es gilt das Datum der Meldebestätigung der Gemeinde. Baukindergeld gibt es auch rückwirkend ab 01.01.2018, wenn der Antrag bis 31.12.2018 bei der KfW vorliegt. Wir unterstützen Sie natürlich bei der Beantragung Ihrer Baukindergeldförderung.

 


Baukindergeld in der Baufinanzierung

 

Wie können Sie die Förderung in ihre Baufinanzierung einbinden? Zum Beispiel ganz einfach als Sondertilgung. 

Hierfür werden wir die bestehende kostenfreie Sondertilgungsmöglichkeit von 5 % (z.Bsp. DSL Bank) des Nennbetrages pro Jahr um das Baukindergeld für Sie erweitern. So können Sie die Förderung künftig als zusätzliche kostenfreie Sondertilgung in die Finanzierung einfließen lassen und so die Laufzeit Ihres Darlehens verkürzen.

 

Sprechen Sie uns an! Wir werden Ihnen die Details & Möglichkeiten dazu sehr gerne näher erläutern.

 

Quelle: Nestor GmbH (Handelsvertreter Herr Christian Paschke 18. September 2018)

 


6 Steuer-Spartipps beim Immobilienkauf

 

Die Nebenkosten beim Immobilienerwerb machen schnell über 10% der Gesamtsumme aus. Größter Brocken ist dabei in der Regel die Grunderwerbsteuer. Der Immobiliendienstleister McMakler hat nun 6 Tipps zusammengestellt, mit denen Käufer bei dem größten Posten der Kaufnebenkosten sparen können.

 

Die Grunderwerbsteuer macht beim Immobilienkauf nicht selten fünfstellige Summen aus. Und erst wenn die Immobilienkäufer die Grunderwerbsteuer begleichen, werden sie als neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen. In welchen Situationen Käufer die Grunderwerbsteuer jedoch sparen können und wann sie gar nicht anfällt, haben die Experten des Immobiliendienstleisters McMakler nun zusammengefasst. „Die Grunderwerbsteuer bringt viele Steuerfallen mit sich und auch der Notar wird nicht immer helfen können“, erläutert Lukas Pieczonka, Geschäftsführer von McMakler. Daher solle der Kaufvertrag immer vorab von einem Experten überprüft werden. Auch ein kompetenter Makler könne bei speziellen Fragen weiterhelfen und dem Immobilienkäufer mehr Sicherheit geben.

 

Tipp 1: Eigenleistung beim Neubau und getrennte Verträge

Als Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer bei einem Grundstückskauf mit einem Neubau gilt in Deutschland nicht nur der Wert des Grundstücks, sondern der Gesamtwert von Grundstück und Gebäude, auch Verkehrswert genannt. Für das Finanzamt ist der im Notarvertrag ausgewiesene Kaufpreis von Bedeutung. Wer ein bereits gebautes Haus kauft, kann das nicht trennen und muss Steuern für das Grundstück und das darauf befindliche Gebäude entrichten. Wer aber ein unbebautes Grundstück kauft um später ein neues Haus darauf zu bauen, kann die Bemessungsgrundlage für die Besteuerung wesentlich reduzieren.

Wichtig ist laut McMakler jedoch, dass der Verkäufer des Bauplatzes und die Baufirma nicht in einer Beziehung zueinanderstehen und dass beide Verträge unabhängig voneinander abgeschlossen werden. Andernfalls sieht die Rechtsprechung vor, dass die Grunderwerbsteuer für den Gesamtkaufpreis von Grundstück und Haus erhoben wird. Weiterhin sollten die beiden Verträge zeitlich so weit wie möglich auseinander liegen. „Wenn Grundstück und Bauleistung vertraglich nicht getrennt werden können, gibt es noch eine Möglichkeit. Der Käufer verpflichtet sich zu einer Eigenleistung, sprich er verlegt die Böden selber oder streicht die Wände. Dann kann er Teile der Grunderwerbsteuer sparen, weil die Bemessungsgrundlage reduziert wird. Außerdem spart er sich so die Handwerkerkosten“, rät Pieczonka.

 

Tipp 2: Mobile Extras aus dem Kaufpreis herausrechnen

Als Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer gelten lediglich das Grundstück und das Gebäude mit dem Inventar, welches fest mit dem Gebäude verbunden ist. Gegenstände, die ausgebaut und wieder woanders eingebaut werden können, werden dagegen nicht besteuert. „Wer also eine Bestandsimmobilie kauft und von den früheren Eigentümern sogenannte bewegliche Extras, wie Einbauküchen, eingebaute Essplätze, Kamine, Gartenmöbel, Markisen oder Saunen übernimmt, kann durch eine kluge Vertragsgestaltung die Grunderwerbsteuer senken. Diese mobilen Extras und deren Wert sollten im Kaufvertrag gesondert gelistet sein. Das senkt die Bemessungsgrundlage für die Steuer“, fügt der Geschäftsführer von McMakler hinzu. Liegt der Wert jedoch über 15% des gesamten Kaufpreises werden Finanzämter oft misstrauisch. Daher sollte man sich sämtliche Rechnungen und Belege vom Verkäufer aushändigen lassen und bei Nachfrage dem Finanzamt vorlegen.

 

Tipp 3: Art der Maklerprovision

Die Maklerprovision ist der Lohn, den der Makler für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie erhält. Für den Käufer wäre es dabei von Vorteil, wenn die Provision in Form der Käufercourtage gezahlt wird. Verkäufer, die Maklerprovision zahlen müssen, tendieren dazu, ihre Unkosten durch den Immobilienpreis auszugleichen. Durch einen höheren Kaufpreis wäre wiederum die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer höher und der Käufer zahlt letztendlich mehr.

 

Tipp 4: Instandhaltungsrücklage herausrechnen

Eine Instandhaltungsrücklage dient der langfristigen Erhaltung einer Eigentumswohnung. Diese Ersparnisse werden vor allem für Instandsetzungsmaßnahmen des gemeinschaftlichen Eigentums verwendet. „Beim Kauf einer Eigentumswohnung muss der neue Eigentümer häufig den Anteil des Verkäufers, den dieser an der Instandhaltungsrücklage der Eigentümergemeinschaft hat, übernehmen. Es empfiehlt sich als Immobilienkäufer den Anteil der Instandhaltungsrücklage im Kaufvertrag gesondert auszuweisen, dann kann er ebenso an Grunderwerbsteuer sparen“, sagt Lukas Pieczonka.

 

Tipp 5: Keine Grunderwerbsteuer zahlen

Das Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) regelt auch, in welchen Fällen Immobilienkäufer von der Steuerlast befreit sind. So wird bei Erbschaft und Schenkung der Immobilienkauf lediglich über die Schenkungs- oder Erbschaftssteuer besteuert. Verwandte ersten Grades, also bei Verkäufen zwischen Eltern und ihren Kindern, Großeltern und ihren Enkeln und auch zwischen Ehepartnern bleibt der neue Eigentümer von der Besteuerung verschont. Wird allerdings eine Immobilie zwischen Geschwistern verkauft, wird die Grunderwerbsteuer fällig. Wenn der Preis beim Erwerb einer Immobilie unter 2.500 Euro liegt, sieht der Gesetzgeber ebenso keine Besteuerung vor.

 

Tipp 6: Grunderwerbsteuer absetzen

Wer eine Immobilie betrieblich nutzt und damit steuerpflichtige Einkünfte erzielt, kann die beim Kauf gezahlte Grunderwerbsteuer als Betriebsausgabe absetzen. Die Absetzung des kompletten Betrags erfolgt dabei nicht auf einmal, sondern muss über die Nutzungsdauer aufgeteilt werden. Auch wenn das Objekt vermietet wird, kann die Grunderwerbsteuer später als Werbungskosten geltend gemacht werden.

 

Quelle: mh (ImmoCompact - Das Fachmagazin für die Immobilienwirtschaft 05. September 2018)

 


In diesen Bundesländern sind Immobilien noch erschwinglich

 

Kaufen oder mieten? Diese Frage stellen sich angesichts der gleichzeitig explodierenden Kauf- und Mietpreise für Wohnimmobilien gerade viele Deutsche. Der Postbank Wohnatlas hat daher für die 16 deutschen Bundesländer die Attraktivität der Kaufpreise in Relation zu den Mieten gesetzt.

 

Bei den Immobilienpreisen in Deutschland zeigen sich im Bundesländervergleich starke Differenzen. Am teuersten war 2017 der Stadtstaat Hamburg mit Quadratmeterpreisen von 4.541 Euro, am günstigsten Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 1.036 Euro pro m2. Damit liegen rund 3.500 Euro Differenz pro m2 zwischen den Durchschnittspreisen von Schlusslicht und Spitzenreiter. Immer noch fast vier Mal so hoch wie in Sachsen-Anhalt ist der Quadratmeterpreis in Berlin, das mit 3.941 Euro je m2 Platz zwei im Länderranking einnimmt. Das teuerste Flächenland ist Bayern. Dort zahlen Immobilienkäufer im Schnitt 3.528 Euro pro m2.

 

Relation wichtiger als absolute Höhe

In welchen Bundesländern kann der Kauf einer Immobilie lohnender als Mieten sein? Ein erster, wichtiger Indikator zur Abschätzung eines Immobilieninvestments ist der sogenannte Vervielfältiger, der das Kaufpreis-Miete-Verhältnis wiedergibt. Er zeigt auf, wie viele jährliche Nettokaltmieten durchschnittlich für den Kauf einer vergleichbaren Wohnung in einem Bundesland bei aktuellem Preisniveau aufzubringen wären. Kaufnebenkosten, mögliche Zinsänderungen sowie die Miet- und Kaufpreisentwicklung bleiben dabei unberücksichtigt. Ein niedriger Vervielfältiger weist darauf hin, dass Käufer bereits nach verhältnismäßig kurzer Zeit günstiger wegkommen als Mieter. 

 

Sechs Bundesländer mit relativ niedrigen Kaufpreisen

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat für den Postbank Wohnatlas die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe genommen und den Vervielfältiger für alle 16 Bundesländer ermittelt. Die Berechnungen basieren auf Kauf- und Mietpreisen, die 2017 für die 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland erhoben wurden. Sechs der 16 Bundesländer bieten im Verhältnis zu den durchschnittlichen Mieten noch vergleichsweise günstige durchschnittliche Kaufpreise. In Sachsen-Anhalt, Thüringen, im Saarland, in Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen liegen die Kaufpreise im Mittel unter dem 22,5-Fachen der jährlichen Nettokaltmieten. 

 

Trio mit besonders hohen Preisen

Am wenigsten käuferfreundlich ist das Verhältnis von Miete und Kaufpreis erwartungsgemäß in den dichtbesiedelten Stadtstaaten. In Hamburg werden für den Wohnungskauf rechnerisch 33,6 Jahresmieten fällig. In der Bundeshauptstadt sind es gut 32 Jahresmieten, ebenso in Bayern, wo die hohen Immobilienpreise in und um München den Landesschnitt nach oben treiben. „Wenn die Kaufpreise den Mietpreisen davonlaufen, kann dies ein erstes Anzeichen für eine kommende Marktüberhitzung sein. Interessenten sollten bei ihrem Wunschobjekt dann genau prüfen, ob der Kaufpreis vor allem durch Spekulationen geprägt ist oder angesichts Lage, Ausstattung, Anbindung sowie der langfristigen Nachfrageentwicklung gerechtfertigt erscheint“, mahnt Eva Grunwald, Bereichsleiterin für das Immobiliengeschäft Privatkunden bei der Postbank, in Bezug auf diese Regionen.

 

Ostdeutsche Ausnahmen

Im Vergleich zu anderen ostdeutschen Regionen ist auch das Wohneigentum in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg relativ teurer. Der Vervielfältiger liegt dort bei 31,3 beziehungsweise 28,4. Das liegt laut der Postbank an den jeweiligen regionalen Besonderheiten. So ist in Mecklenburg-Vorpommern der Anteil der Investoren, die gefragte Ferienimmobilien in Ostseenähe kaufen, besonders hoch. In Brandenburg werden die Preise derweil von den Berlin-Pendlern angeheizt, die sich ihre Wohnträume im Umland der Hauptstadt erfüllen. Abseits der Touristen-Hotspots beziehungsweise des Berliner Speckgürtels seien die Kaufpreise deutlich moderater.

 

Quelle: mh (ImmoCompact - Das Fachmagazin für die Immobilienwirtschaft 31. August 2018)


Deutliche Mehrheit der Deutschen träumt vom Eigenheim

 

Die überwiegende Mehrheit Deutschen will lieber im Eigenheim wohnen statt Miete zu zahlen. Vor allem bei den Jungen boomt die eigene Immobilie. Das belegt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Eine Ende der Preisrallye wird derweil nicht erwartet.

 

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des SPIEGEL zeigt, dass das Eigenheim bei den Deutschen weiter ganz hoch im Kurs steht. 84% der Befragten wollen demnach lieber der eigenen Immobilie wohnen als in einer Mietwohnung leben. Befragt wurden dabei nicht nur Mieter, sondern auch Bundesbürger, die bereits im eigenen Heim leben. Die Kaufentscheidung bereut somit auch ein Großteil der Eigenheimbesitzer nicht.

 

Jede dritte 30- bis 39-Jährige plant Kauf

16% der Befragten wollen nicht weiter träumen, sondern haben konkrete Pläne, sich in den nächsten fünf Jahren eine Wohnung oder ein Haus zu. Das klingt nach relativ wenig. In diesen Wert fließen aber auch all diejenigen mit ein, die bereits ein Eigenheim besitzen oder die schlicht zu alt für einen Kauf sind. In der besonders relevanten Gruppe der 30– bis 39-Jährigen will jeder dritte Befragte in den nächsten fünf Jahren „auf jeden Fall“ oder zumindest „eher“ kaufen.

 

Kein Ende der Preisrallye erwartet

Die teilweise rasante Preisentwicklung an den deutschen Wohnungsmärkten nehmen die Deutschen derweil sehr genau war, vor allem in den Großstädten. In den dicht besiedelten Gebieten halten der Civey-Umfrage zufolge über 70% der Deutschen die Immobilienpreise für überbewertet. Doch selbst auf dem Land sieht das immerhin noch knapp jeder zweite Befragte so. Drei von vier Befragten rechnen jedoch nicht mit einem schnellen Ende des Booms. Sie erwarten, dass die Preise in den kommenden fünf Jahren weiter steigen werden. In sehr dicht besiedelten Gebieten gehen sogar 86% der Befragten von steigenden Preisen aus und mehr als jeder Zweite rechnet sogar mit einem starken Anstieg.

 

Quelle: mh (AssCompact 22. August 2018)

 


Auf in die Kleinstadt

 

Das urbane Leben liegt im Trend - starken Zuwachs verzeichnen vor allem kleine und mittlere Städte.

Viele Menschen in Deutschland zieht es einer Zehn-Jahres-Analyse zufolge in kleine und mittlere Städte. Das urbane Leben liege zwar weiter im Trend, aber eben nicht nur in den Millionen-Metropolen Berlin, Hamburg, München und Köln oder in den Großstädten ab 100 000 Einwohnern. Das geht aus einer heute in Gütersloh vorgestellten Studie „Trend Re-Urbanisierung?“ der Bertelsmann-Stiftung und des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) hervor.

 

Entgegen der verbreiteten Auffassung, dass der ländliche Raum ausblute, zeichne sich auch dort zumindest für einige Kommunen ein Zuwachs ab. Der Studien-Zeitraum ist 2006 bis 2015. Bad Neustadt an der Saale in Bayern, das ostfriesische Aurich, Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern oder Heide in Schleswig-Holstein gehören zu den Klein- und Mittelstädten mit besonders deutlichem Zuwachs. Bei dem genauen Blick auf die Wanderungsbewegungen habe sich gezeigt: Der Zuzug komme vor allem aus „großen Großstädten“ ab 500 000 Einwohnern. Der Bericht aus Gütersloh spricht von „Überschwappeffekten“ und einem Wegzug in angrenzende „Speckgürtel“.

 

Auch wenn der ländliche Raum insgesamt weiter Einwohner verliere, sei dieser Prozess doch „eher schleichend“. Zugleich gebe es ein Plus für zahlreiche Kommunen in ländlichen Regionen, schilderte Projektleiterin Petra Klug.

 

Als Beispiele für Zuzug gelten Finsterwalde im südlichen Brandenburg, das hessische Eschwege, Hildburghausen in Thüringen oder auch Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Dieser Zuwachstrend sei deutlich und könne auch wirtschaftliche Hintergründe wie einen stabilen Mittelstand haben. Es gebe ein ganzes Bündel an Ursachen, sagte Stiftungsvorständin Brigitte Mohn. Arbeitsplatzwechsel, zu wenig bezahlbarer Wohnraum in den Großstädten, persönliche Lebensmodelle. Außerdem spiele das Alter eine Rolle.  

 

Quelle: dpa (Handelsblatt 02. Juli 2018)

 


Hausbau statt Miete: Junge Familien profitieren am meisten

 

Hohe Mieten, niedrige Zinsen - diese Situation macht den Hausbau für viele Menschen in Deutschland attraktiv. Das gilt besonders für junge Familien. Fehlendes Eigenkapital sollte dabei keine Hürde für den Traum von den eigenen vier Wänden sein.

 

Während in nahezu allen deutschen Städten die Mieten steigen, sind die Zinsen für Immobilienkredite weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das führt dazu, dass der Kauf von Wohneigentum im Vergleich zur Miete immer attraktiver wird. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IWD) zeigt: die Kosten für eine selbstgenutzte Immobilie liegen mehr als 30% unter denen für eine Mietwohnung.

 

Nur auf den ersten Blick teurer

Laut Statista.de zahlten Mieter im Jahr 2017 rund 7 Euro pro m2, während Eigentümer gerade einmal knapp 5 Euro pro m2 investieren. Im Jahr 2006 zahlten Mieter noch knapp 6 Euro pro m2 während Eigentümer fast 7 Euro pro m2 zahlen mussten. Auf den ersten Blick scheint der Hausbau teurer. Doch man darf nie vergessen, dass die Investition in ein Eigenheim langfristig dem eigenen Vermögensaufbau dient, während die Miete vor allem dem Vermieter hilft seine Immobilien zu refinanzieren und Gewinn zu machen.

 

Das IWD Köln hat in ihrem Vergleich von Miete und Tilgungsrate für den Hausbau ermittelt, dass je länger der Finanzierungszeitraum für ein Eigenheim ist, desto größer ist der Vorteil gegenüber einer Mietwohnung. Ist das Haus bis zum Rentenbeginn abbezahlt, haben Ehepaare durchschnittlich rund 600 Euro mehr im Monat zur Verfügung als Mieter. Selbst moderate Zinserhöhungen schmälern diesen Vorteil nicht. Bei einem Zinsanstieg auf 3,5% bei einem Finanzierungszeitraum von 35 Jahren, liegen die Kosten für Zins, Tilgung und Instandsetzung in vielen Regionen trotzdem noch unter den stetig steigenden Mieten.

 

Fehlendes Eigenkapital sollte kein Hindernis für den Hausbau sein

Die Studie des IWD Köln hat noch einmal bestätigt, je früher man baut, desto besser! Leider fehlt es vielen jungen Familien an Eigenkapital, aktuell haben gerade einmal 11% aller Mieterhaushalte mehr als 50.000 Euro auf der hohen Kante. Viele junge Paare haben zwar ein regelmäßiges Einkommen und sichere Arbeitsverhältnisse, aber hatten bisher, zum Beispiel aufgrund von Studium oder Ausbildungskosten, keine Möglichkeit, Geld zur Seite zu legen. Die niedrigen Zinsen erschweren zudem die Kapitalbildung. Zum Glück gibt es mittlerweile die Möglichkeit, den Hausbau ohne Eigenkapital zu finanzieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Denn viele können sich ein Haus auf Basis ihrer regelmäßigen Einkünfte leisten, so ein Baufinanzierungsexperte von Town & Country Haus.

 

Hausbau ohne Eigenkapital

Natürlich gilt bei der Baufinanzierung: je mehr Eigenkapital, desto besser. Als ideal gelten 25% Eigenkapital für den Hausbau. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Hausbau ohne Eigenkapital nicht möglich ist. Das Eigenkapital wirkt sich positiv auf die Finanzierungskonditionen aus, aber letztlich ist auch eine Vollfinanzierung beim Hausbau denkbar.

 

Voraussetzung hierfür ist ein solides und regelmäßiges Familieneinkommen. „Außerdem achten die Banken darauf, dass der Lebensstil eine höhere Sparneigung aufweist“, so der Experte weiter. Was bedeutet das? Wer ohne Eigenkapital ein Haus finanzieren möchte, sollte seinen Urlaub und sein neues Smartphone nicht unbedingt über einen Kredit finanzieren, denn dies werten Banken eher als konsumfreudigen Lebensstil und somit als Risiko für die Baufinanzierung.

 

Wichtig beim Hausbau ohne Eigenkapital ist es, realistisch einzuschätzen, wie viel monatliche Rate eine Familie verkraften kann. Dabei sollte auch immer eine Reserve für unvorhergesehene Kosten eingeplant werden. Im Idealfall werden auch die Möbel, Tapeten bzw. Farbe für das neugebaute Haus nicht über den Kredit finanziert, sondern nach und nach aus Eigenmitteln bezahlt.

 

Wer seinen Hausbau ohne Eigenkapital finanziert, sollte besonders großen Wert auf Sicherheit legen. Neben einer soliden Planung der beim Hausbau anfallenden Kosten und Garantieleistungen, wie einer FinanzierungSumme-Garantie, sollten die Bauherren eine Risikolebens- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Darüber hinaus können die derzeit niedrigen Zinsen mit einer langen Zinsbindungsfrist gesichert werden.

 

Die optimale Finanzierungsstrategie sollte gemeinsam mit einem Baufinanzierungsberater erstellt werden. Dieser sollte einen Sachkundenachweis nach §34 i GewO als Immobilardarlehensvermittler vorweisen können.

 

Hausbau zu mietähnlichen Konditionen ist möglich

Einerseits steigen die Baukosten, vor allem durch hohe Energiesparauflagen, steigende Handwerker-Löhne und hohe Baunebenkosten. Andererseits gibt es nach wie vor Einsparpotentiale, die den Hausbau zu mietähnlichen Konditionen ermöglichen.

 

So bieten große Markenhaus-Anbieter Haustypen an, die aufgrund ihrer standardisierten Bauweise ein optimales Preis-Leistungsverhältnis bieten und dabei trotzdem genügend Gestaltungsspielraum für die Bauherren lassen. Auch gilt es, seinen tatsächlichen Platzbedarf genau einzuschätzen. Wer mit 30 m2 statt mit 45 m2 pro Person rechnet, kann seine Baukosten bereits spürbar senken. Gleiches gilt natürlich für die Grundstücksgröße – wieviel Garten möchte man sich tatsächlich gönnen?

 

Ein weiterer Kostentreiber beim Hausbau ist der Keller. Hierfür gibt es günstige Alternativen, wie eine Abstellkammer, eine Ankleide im Schlafzimmer oder ein ausgebauter Dachboden.

 

Auch muss beim Hausbau nicht alles auf einmal fertig werden. Garten und Außenanlage können nach und nach verschönert werden - je nachdem wieviel Zeit und Budget vorhanden ist. Und wer vielleicht die ein oder anderen Möbel aus der alten Mietwohnung mit in das neue Eigenheim nimmt, kann ebenfalls sein Budget schonen.

 

Eine wirkliche Entlastung für junge Familien beim Hausbau wäre die Senkung der Baunebenkosten. Insbesondere die hohe Grunderwerbsteuer ist eine echte Belastung. Junge Bauherren mit wenig Eigenkapital würden von Freibeträgen bei Steuern oder von staatlichen Kreditausfallgarantien profitieren.

 

Zwar wird mit dem Baukindergeld ein erster Schritt zur Eigentumsförderung unternommen, aber das reicht noch nicht aus, um Normalverdienern den Weg in die eigenen vier Wände zu erleichtern.

 

Quelle: sw (ImmoCompact - Das Fachmagazin für die Immobilienwirtschaft 14. Juni 2018)

 

Sie wünschen weitere Informationen zum Hausbau unter mietähnlichen Konditionen? Besuchen Sie unsere Internetseite www.mietkaufprofis.de und fordern Sie ein unverbindliches Exposé an.

 


Das bringt das neue Baukindergeld

CDU/CSU und SPD haben bei einem Treffen auf der Zugspitze erste große Projekte auf den Weg gebracht. Dazu zählt auch das Baukindergeld.Es ist nun beschlossene Sache und soll sogar rückwirkend eingeführt werden. Das kommt nun auf potenzielle Bauherren und Hauskäufer zu.

 

Familien sollen beim Bau oder Kauf von Wohneigentum entlastet werden. Darin ist sich die Große Koalition einig. Dazu soll unter anderem die Einführung eines Baukindergelds beitragen.

 

Die Regierungsparteien haben sich nun sogar auf eine rückwirkende Einführung dieser Maßnahme zum 01.01.2018 geeinigt.

 

Anträge ab August bei der KfW Bank einreichbar

Noch vor der Sommerpause soll das dazugehörige Gesetz beschlossen werden. Ab August sollen Familien einen Antrag auf das neue Baukindergeld stellen können. Um rückwirkenden Anspruch auf das Baukindergeld zu haben, ist das Datum des Kaufvertrags bzw. der Baugenehmigung entscheidend.

 

Bis zu 36.000 Euro

Das Baukindergeld soll Familien mit bis zu 36.000 Euro beim Bau oder Erwerb von Wohneigentum unterstützen. Konkret erhalten Familien über einen Zeitraum von zehn Jahren 1.200 Euro pro Kind und Jahr. Bei einen Kind sind das insgesamt 12.000, bei zwei Kindern 24.000 Euro und bei drei Kindern 36.000 Euro. 

 

Einkommensgrenzen

Um nur Familien mit kleinen und mittleren Einkommen zu unterstützten ist das maximal zulässige Haushaltseinkommen auf 90.000 Euro bei einem Kind und 105.000 Euro bei zwei Kindern bzw. 120.000 Euro bei drei Kindern begrenzt. Entscheidend sind dabei die durchschnittlichen Einkünfte in den letzten zwei Jahre vor Antragsstellung. Zudem wird nur der erste Erwerb von Wohneigentum gefördert. Zweitwohnungen gehen leer aus. Die Förderung dürfte sich unterm Strich an bis zu 200.000 bau- oder kaufwillige Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen richten.

 

Umsetzung über KfW Bank

Die Förderung soll – wie viele andere Fördermaßnahmen – über die KfW erfolgen. Das Baukindergeld kann ähnlich wie ein Bausparvertrag als zusätzliches Kapital in den Baufinanzierung eingebracht werden und so zusätzlich die Finanzierungsbedingungen des Bankkredits verbessern. Insgesamt rechnet die Bundesregierung mit jährlichen Kosten von 440 Mio. Euro für das Baukindergeld. Auf zehn Jahre verteilt bedeutet das eine Summe von 4,4 Mrd. Euro. 

 

Quelle: mh (ImmoCompact 9.Mai 2018)